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Die Geschichte des Wiener Opernballs


In langen Verhandlungen wurde in den Jahren 1814/1815 Europa neu geordnet. Danach lud die Hofoper zu Tanzveranstaltungen und legten den Grundstein zum Wiener Opernball.


Der Kongress tanzt

Wer im Geschichtsbuch blättert stößt in den Jahren 1814/1815 auf den Wiener Kongress. In monatelangen Verhandlungen wurde nach der Niederlage Napoleons Europa neu geordnet. Danach luden die Künstler der Hofoper zu Tanzveranstaltungen und legten damit den Grundstein zu einer glanzvollen Tradition, dem Opernball in Wien. Unvergesslich setzte Regisseur Erik Charell 1931 dieses Ereignis mit dem Film „Der Kongress tanzt“ in Szene. Die beiden legendären Schauspieler Lilian Harvey und Willy Fritsch walzerten sich in die Herzen des Kinopublikums.

Ein Ball in der Staatsoper, dem heutigen Veranstaltungsort, fand zum ersten Mal als Hofopern-Soirée am 11. Dezember 1877 statt. Soirée deshalb, da der damalige Kaiser Franz I. von Österreich keine Ballveranstaltung wollte, weil er ähnliche Ausschreitungen fürchtete wie bei den Pariser Bällen. Die blieben aus und ein Jahr später trug die zweite Soirée schon den Zusatz Ball. 1878 fand die erste Redoute statt, ein Maskenball, bei dem sich die Damen bis Mitternacht hinter Masken versteckten. Diese beliebten Bälle fanden bis zu dreimal jährlich statt. Das Ende der Donaumonarchie unterbrach für einige Jahre das ausgelassene Balltreiben, wurde dann im Januar 1929 als Opernredoute fortgesetzt. Im Januar 1935 ging der Vorhang auf für den ersten wirklichen Opernball. Doch der Zweite Weltkrieg sorgte erneut für eine Zwangspause, bis am 9. Februar 1956 die Gäste auf dem Opernball wieder im Walzertakt tanzten.

Glanzvoller Höhepunkt

Seither ist die Wiener Staatsoper alljährlich Schauplatz dieses prachtvollen Höhepunktes der Ballsaison im Wiener Fasching. Der Ball beginnt am letzten Donnerstag vor dem Aschermittwoch und ist ein gesellschaftliches Großereignis in der Wiener Staatsoper, zu dem Besucher aus dem In- und Ausland anreisen. Das Opernhaus wird für einen Abend zum Treffpunkt für Unternehmer, Politiker und Kulturschaffende. Rund 5000 Gäste drehen sich zu Walzerklängen vom Keller bis zum Dachboden. Denn das gehört zum Programm des Opernballs: Die Staatsoper ist im wörtlichen Sinne für diesen Abend ein offenes Haus. Überall kann gegessen, getrunken, geplaudert werden. Beliebter Treffpunkt während des Balls ist das berühmte Stiegenhaus.

Alles Walzer

Der Ball selbst beginnt mit dem Einzug des Bundespräsidenten in seine Loge. Danach
tanzen die 180 Paare des Jungdamen- und Herrenkomitees zu einer Fächerpolonaise. Es folgen Gesangs- und Tanzvorführungen und eine zweite Einlage der jungen Tanzpaare. Unter den Klängen von Johann Strauß und dem musikalischen Kommando „Alles Walzer“, werden die Tanzflächen für alle Ballgäste freigegeben. Punkt fünf Uhr morgens endet der Ball.

Wie beliebt der Wiener Opernball ist, zeigt sich an den Kopien, die in New York, Dubai, Zagreb und Kuala Lumpur organisiert werden.

Artikel vom 2015-07-10 - Updated am 2015-07-10 - Erstellt von Textgenie
Copyright: Textgenie



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