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Historische Entwicklung des Tanzes


Walzer, Discofox, Swing, Latino und Tango sind die im Welttanzprogramm definierten Tänzen.


Wissenswertes aus dem Ballsaal

Ein Walzer macht noch keinen Tanzball...
Walzer, Discofox, Swing, Latino und Tango sind die im Welttanzprogramm definierten Tänze, die üblicherweise in der Tanzschule gelehrt werden. Mit diesem bewährten Repertoire verfügt jeder Tänzer über einen bunten Mix aus universellen Schrittfolgen und kann sich unbeschwert in das Getümmel eines Tanzballs begeben.
Doch halt! Ein Blick auf das Tanzgeschehen des legendären Wiener Opernballs zeigt ein anderes Bild. Hier stehen Polka, Polonaise und Quadrille auf dem Programm. Und über allen Tänzen dieses Ballereignisses steht der Walzer. Dieser Tanz ist der unumstrittene König der Paartänze. Er besticht mit eleganten, fliessenden Tanzbewegungen zu anmutiger Walzermusik und kann sowohl ein langsamer Walzer als auch ein schwungvoller Wiener Walzer sein.

Zwischen fröhlichem Volkstanz und elegantem Tanzball

Beim Tanz wird zwischen Gruppentänzen, Paartänzen und Dreiertänzen unterschieden. Letztere fanden ihre erste urkundliche Erwähnung um 1250 und sind bis heute fester Bestandteil europäischer Volkstänze. Polonaise und Quadrille gehören in die Kategorie der Gruppentänze. Die Polonaise ist polnischen Ursprungs und wurde bei Hochzeiten und Erntefesten als Reigen aufgeführt. Die gemächlichen Schreitbewegungen der aufgereihten Paare wurde auch am französischen Hof geschätzt und standesgemäß verfeinert. Heute ist die Polonaise meist der Auftakt zum Tanzball und wird vom federführenden Tanzmeister dezent dirigiert. Die lebhafte Polka hingegen ist böhmischer Herkunft. Der von lustigen Hüpfern gekrönte Tanz wurde um 1840 in Österreich populär. Die wohl berühmteste und beliebteste Polka ist die Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauss.

Das Meisterstück des Balls

Bei der Quadrille zeigt der Maître de Plaisir durch seine charmant-bestimmten Kommandos, dass er der Herr im Ballsaal und in der Tanzschule ist. Vier Paare präsentieren den Tanz, der sich aus fünf Teilen mit unterschiedlicher Musik zusammen setzt. Ein Galopp oder Walzer bilden den Schluss. Um 1800 gehörte die Quadrille zu den beliebtesten Gesellschaftstänzen in Frankreich und verbreitete sich schnell in ganz Europa. Als Quadrille francais kam sie nach Österreich. Aus der Quadrille entstammen der turbulente Can Can und der volkstümliche Square Dance der Amerikaner. Die anmutige Quadrille ist ein Spektakel auf jedem traditionellen Tanzball. Auf dem Wiener Opernball stehen in der Regel drei Quadrillen auf der Tanzkarte. Üblich sind prächtige Quadrillen zu festgelegten Uhrzeiten (Mitternacht, 02:00 Uhr und 04:00 Uhr) und mit wesentlich mehr Teilnehmern als den ursprünglich vier Paaren. Bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde die Quadrille in der Tanzschule gelehrt. Heute bietet nahezu jede Tanzschule separate Trainingseinheiten an, um die Tänzer für die Quadrille fit zu machen.

Artikel vom 2015-10-03 - Updated am 2015-10-03 - Erstellt von Berolina
Copyright: Berolina



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